Kunstverein Logo 600x200

watchART - zeitgenössische Kunst e.V. -

Ist das Kunst oder?

Über Watch Art

*** - Wem gehört die Kunst? -*** - Kultur - *** - Generation kreativ - ***

Unter dem Motto "wem gehört die Kunst" hat sich Watch Art die Frage gestellt, was eigentlich aus der Idee der 70er geworden ist, Kunst für eine breite Masse zur Verfügung zu stellen. Nichts ist daraus geworden. Kunst ist immer noch eine Sache der besser ausgebildeten Bevölkerungsschicht und der Bürgerinnen und Bürger mit mehr Geld. Damit ist Kunst Luxus für Wenige.
Unsere Kulturnation wurde zwischen 1939 und 1945 faschistisch, da, so Max Frisch 1948, zwischen zwischen Kultur und Politik, zwischen Lesen und Leben, zwischen Konzert und Straße eine säuberliche Trennung erfolgte." Die säuberliche Trennung " sei verantwortlich dafür, dass Menschen, die sich mit "Geist und Inbrunst unterhalten können über Bach, Händel, Mozart, Bruckner, Beethoven ohne weiteres auch als Schlächter auftreten können".


Danach setzte ein Prozess ein, in denen z.B. Frisch oder der deutsche Kulturschaffende und Kulturfunktionär Hilmar Hoffmann begannen, sich für eine Kunst und Kultur für alle einzusetzen.

Wir wollen:
Aufklärung und Sensibilisierung für die Verbindung von bildender Kunst, Literatur, Gesellschaft und Leben.

Wahlsonntag 005

Fast Mai 011_2Kultur ist nicht gleich Kunst meint Watch Art. Kultur ist die Bezeichnung für das jeweils lebendige Selbstverständnis der Zeit und dessen Zeitgeist. Es ist abhängig von der Regierungsform der Gesellschaft und dessen Möglichkeiten und wird oftmals mitbestimmt durch wissenschaftliche/ philosophisch-anthropologische oder pädagogische Anschauungen. Begriffe wie Ethik und Ästhetik fließen ein. Dadurch, dass der Mensch Veränderungen seiner Entwicklung mit in seine Entwicklung einbezieht, archiviert und wissenschaftlich bewertet, hat Kultur auch ein Gedächtnis, kann Bewältigungscharakter haben und blickt in der Zeit regelmäßig zurück um  Prognosen für die Zukunft aufzustellen, die auch Kunst verändert aber sich immer an der Kultur messen muss. Kultur ist auch ein staatlicher Auftrag. Auch hier erhält er die Umsetzung seines Gedächtnisses. Kunst spielt dort auch eine Rolle, hat aber kein Alleinstellungsmerkmal. Kunst wird historisch so verstanden, dass sie in Kultur aufgehen soll, um wahrgenommen zu werden; kann dann auch eine bestimmte Aufgabe haben. Je zentralistischer das Staatsverständnis, desto mehr ist Kunst an die zivilisatorische Konvention des Staates gebunden.

Statt einer Kulturnation sind wir eine kreative Generation von Alleskönnern geworden. Das Prinzip, dass wir Kreative alles können und machen ist in. Ist das auch so? Watch Art meint Nein das ist nicht so. Das Profil des Künstlers gibt es zwar, aber ist ein leeres Füllwort ohne wirklichen Inhalt. Der nun vielzitierte Beuys mit „alle Menschen sind Künstler“ sei an dieser Stelle relativiert: Beuys hat die Erweiterung des Kunstbegriffs entwickelt. In diesem Zusammenhang hat er unter anderem gemeint:
„Jeder Mensch ist ein Künstler. Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt. Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.”
Kulturell wurde damit Beuys Satz einfach umgedeutet in „Alle Menschen sind Künstler“ und dies fließt mit Begeisterung bis heute in die Gesellschaftsgeschichte Deutschlands, also der Kultur, ein. Der Begriff wurde damit aufgesogen für alle die meinen, sie müssen kreativ sein und „auch malen“ oder auch „Künstler sein“. Damit ist auch Blumen schmücken, Stricken, jegliche Beschäftigung eine künstlerische Aktivität, welches das Profil des Künstlers verwässert.

Wahlsonntag 006

watchART   Über wA   Ziele   Projekt   Kontakt   Impressum